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Pridonu

Fachbeitrag · Juni 2026

Blick nach Europa: Was ViDA für Ihre Rechnungsprozesse bedeutet

Illustration strukturierter Rechnungsdaten, die standardisiert und über eine europäische Meldeinfrastruktur verteilt werden

Mit dem Paket „VAT in the Digital Age“ (ViDA), das die EU im März 2025 verabschiedet hat, ist klar: Die deutsche E-Rechnungspflicht ist kein Sonderweg, sondern Teil einer europäischen Entwicklung. Ab Juli 2030 gilt für grenzüberschreitende B2B-Umsätze eine digitale Meldepflicht – Rechnungsdaten werden transaktionsbezogen an die Finanzverwaltung gemeldet, und die Grundlage dafür ist die strukturierte E-Rechnung. Bestehende nationale Systeme müssen bis 2035 an die europäischen Vorgaben angeglichen werden.

Für die Praxis heißt das: Strukturierte Rechnungsdaten sind kein einmaliges Compliance-Projekt, das man abschließt und abheftet. Wer seinen Rechnungseingang heute so aufstellt, dass jede Rechnung als sauberer, geprüfter Datensatz vorliegt, erfüllt künftige Meldepflichten aus dem laufenden Prozess heraus – statt gegen Ende des Jahrzehnts das nächste Umstellungsprojekt zu starten.

Konkret heißt das: Prüfen Sie, ob Ihr heutiger Prozess Rechnungsdaten strukturiert vorhält – nicht nur als PDF im Archiv. Wer 2030 melden muss, was er heute nur als Bild speichert, digitalisiert doppelt.

Hinweis: Dieser Beitrag gibt Gesetzeslage und Verwaltungsschreiben zum genannten Stand wieder und ersetzt keine steuerliche oder rechtliche Beratung.

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